Wie mache ich ein gutes Portrait (Part 1)



Hallo! Ich bin es wieder, Tabea von Bildmoment.

Heute möchte ich euch erklären, wie ihr ein gutes Portrait ohne viel Aufwand schaffen könnt.

Dieses Tutorial teile ich in zwei Teile auf, dann ist es leichter. Heute geht es um das Fotografieren - im Besonderen um die Location und Ideen -  im nächsten Teil dann um das Bearbeiten.




Als erstes ist es immer einfacher, jemand anderes zu fotografieren, als sich selbst! Also sucht euch ein Versuchskanninchen - oh, entschuldigt, eine Person, die ihr fotografieren möchtet.

Dann ist der Ort, oder vielmehr die Lichtquelle des Ortes wichtig. Denn direktes Sonnenlicht verursacht Schlagschatten und ist nicht schön anzusehen, vor allem, wenn es von oben kommt. Also sucht euch ein schattiges Plätzchen, damit das Licht weich verteilt ist.

Ich benutze dann immer diesen Reflektor. Mit einem Reflektor könnt ihr ein weiches Licht erzeugen und auch eine Seite mehr aufhellen. Diese 15 Euro sind gut angelegt! Aber ihr könnt auch einfach ein großes Blatt weißes Papier nehmen. Alufolie oder Rettungsfolie auf einen Rahmen gespannt funktioniert auch. Dadurch könnt ihr eine Seite des Gesichtes aufhellen, sodass wirklich das gesamte Gesicht erhellt wird.

Sonst ist die Location auch noch wichtig: Ein einfacher Hintergrund kann funktional sein, aber oft wird das Bild dann zu "flach". Ich fotografiere gerne im botanischen Garten, Wald oder an einer Wasserquelle: Fluss, See oder ähnliches.

So. Damit hätten wir jetzt Location und Model. Fehlt noch das Foto, oder?
Hier habe ich euch erklärt, wie man ein Foto etwas durch die Aufteilung aufpeppen kann. Doch auch andere Faktoren können ein Foto aufpeppen. Lasst zum Beispiel mal das Model nicht in die Kamera gucken, sondern daran vorbei:




Ganz wichtig ist, dass sich die fotografierte Person wohlfühlt. Sie darf sich nicht in eine fremde Rolle versetzen, da dann die Fotos schnell gestellt wirken. Es muss nicht immer lächeln und schöneheileWeilt sein, sondern Bilder können auch traurig oder nachdenklich wirken.
Für mich ist auch immer wichtig, dass die Bilder nicht langweilig werden. Also, dass der Blick auf den Bildern hängen bleibt.

Aber auch der Fokusbereich kann das Bild interessant machen:


Links ist der Fokus auf den Baum, rechts auf die beiden Turteltäubchen. Aber gerade, dass der Fokus nicht auf den eigentlichen "Mittelpunkt" des Bildes ist, wirkt das linke Bild gerade interessant!

Mir hilft beim Fotografieren immer, etwas Musik dabei laufen zu lassen. Unterhaltet euch mit dem Model - so könnt ihr einzigartige Momente festhalten, wenn es anfängt zu lachen, oder nachdenklich zuhört.

Bis zum nächsten Teil, wo ich euch dann ein paar einfache Handgriffe zum Bearbeiten zeige ;)
Tabea von Bildmoment

11 Kommentare

  1. Schöne Tipps für Anfänger dabei. Ich finde es ist aber auch wichtig darauf zu achten, dass die Person nicht abgeschnitten wirkt. Bei dem ersten Bild sieht es aus, als hättest du vergessen auf die Füße zu achten, da diese ab dem Knöchel nicht mehr zu sehen sind. Anders ist es auf Bildern, auf denen viel mehr fehlt als nur die Füße wie im Bild mit dem Pärchen. Da ist der Hauptaugenmerk auf die Oberkörper gelegt. Weißt du was ich meine?

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    1. Hey Helena :D

      Ja, klar ich weiß was du meinst. Jetzt wo du es sagt, fällt es mir auch auf. Bloß fand ich den Hintergrund oben wichtiger als die Füße

      LG
      Tabea

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  2. Schöne Tipps für Anfänger, aber leider muss ich sagen, dass mir die ersten beiden Bilder überhaupt nicht gefallen. Auf dem ersten Bild wirken die Füße abgeschnitten und der Blick des Models geht aus dem Bild raus, nachdem wir von links nach rechts lesen. Man sieht das Model und folgt seinem Blick sofort wieder vom Bild weg... auf dem zweiten Bild sitzt das Model total eingefallen und der Fuß ist auch verdreht.. Hier wäre auch ein anderer Blickwinkel aufs Model schöner gewesen, weil die Location gibt eigentlich viel her...

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  3. Die Tipps sind echt gut, aber mir gefallen die ersten zwei Bilder irgendwie nicht so gut. Die von dem Pärchen dagegen sind schön geworden. Ich finde es bei Portraits immer gut, wenn man ein Bild hat, bei dem man ranzoomt und nur den Kopf und die Schultern sieht.

    l.g. Lena :)

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  4. Kannst du den Umgang mit einem Reflektor nochmal erklären?

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    1. Also der Reflektor spiegelt halt das Licht (oder auch reflektiert) - so kannst du das licht einfangen und es auf deine bestimmte Stelle hin reflektieren. Guck einfach mal hier: http://www.amazon.de/Delamax-5in1-Faltreflektoren-Set-Diffusor/dp/B001GA25JC/ref=sr_1_1?s=ce-de&ie=UTF8&qid=1380922389&sr=1-1&keywords=reflektor+fotografie den habe ich und ein bisschen wird es da auch erklärt

      LG
      Tabea

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  5. Ich habe demnächst mein erstes "richtiges" Shooting, das heißt, mit Leuten die ich wenig kenne und die sogar geld dafür bezahlen. Ich werde davor mit meiner Schwester zu dem Shootingort hinfahren und ein paar testaufnahmen mit ihr machen.
    Ich überlege, mir deswegen diesen reflektor zu kaufen.
    Ist das auch um diese Jahreszeit sinvoll?
    Super Post,
    Jana!

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    1. Reflektor ist immer nützlich. Aber bei Wolken brauchst du den nicht als diffusor, da die Wolken als Diffusor dienen. Aber selbst bei gestreutem Licht kannst du Licht reflektieren und von unten dann zu den Leuten bringen ;)

      LG

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  6. Sehr gute Tipps! :) Obwohl ich sagen muss, dass mich hauptsächlich nur das letzte Bild der zwei Turteltäubchen anspricht, wo der Fokus auf den Baum gerichtet ist.

    Liebe Grüße,
    Sunny

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  7. Hey,

    du hast es cool erklärt und es ist auch super für Anfänger. Ich finde es bloß ein wenig normal, finde dir fehlt deine eigene "Handschrift". Vielleicht bei den nächsten Bildern?

    Grüße,
    Rike von www.hinundwiedermal.blogspot.de :)

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